Straßentheater gegen TTIP am 18.04.2015 war ein voller Erfolg

Der mittelalterliche Herold warnte die Passanten vor den Gefahren von TTIP & Co.

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Umwelt & Wirtschaft
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Presseerklärung 18.04.2015: Greenpeace-Aktivisten protestieren in Traunstein gegen das Freihandelsabkommen TTIP

Vorrang für Mensch und Umwelt, nicht für Freihandel!

Traunstein, 18. 4. 2015 – Gegen das Freihandelsabkommen TTIP protestieren am Samstag den 18. April Greenpeace-Aktivisten aus dem Chiemgau zwischen Stadtplatz und Bahnhofsplatz. Auf einem Banner steht TTIP – Transatlantische Totalitäre Industrie Politik?“ Wie in über fünfzig anderen deutschen Städten beteiligen sich die Greenpeace-Aktivisten an dem globalen Aktionstag gegen TTIP. „Geheim verhandelte Handelsabkommen dürfen nicht unsere Umwelt- und Verbraucherstandards ändern und ermöglichen, dass Konzerne Staaten vor privaten Schiedsgerichten verklagen können,“ sagt Edmund Halletz von Greenpeace Chiemgau  „Deshalb fordern wir den Stopp  der TTIP-Verhandlungen.“

Für Traunstein hat sich Greenpeace Chiemgau etwas Besonderes ausgedacht. In einem durch die Innenstadt wandernden Straßentheater wird auf unterhaltsame Weise das ernsthafte Thema den Passanten vermittelt. Ein mittelalterlicher Herold warnt die Passanten vor den Gefahren von TTIP.

TTIP gefährdet Umweltschutzstandards
In den vergangenen Jahrzehnten hat die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace mit dazu beigetragen, dass in der Europäischen Union notwendige Schutzstandards aufgestellt wurden. Anwendung finden diese bei Gentechnik in der Landwirtschaft, beim Einsatz von Pestiziden und anderen Chemikalien sowie für den Klimaschutz. Den Standards stehen die Lobby-Interessen der Wirtschaft in den USA wie auch in der EU entgegen. Industrieverbände wollen die Schutzstandards und das ihnen zugrunde liegende Vorsorgeprinzip im Rahmen der TTIP-Verhandlungen abbauen.  

In ganz Europa sowie in den USA und Kanada protestieren am 18. April Menschen gegen diese Handelspolitik. Über 400 Organisationen unterstützen in der europäischen Union die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative „STOP TTIP“. Über 1,6 Mio. Bürgerinnen und Bürger haben bereits dafür unterzeichnet. „Diesen Protest können die Verhandlungsführer nicht mehr ignorieren, wenn in New York am 20. April 2015 die neunte TTIP-Verhandlungsrunde beginnt,“ sagt Halletz.

Während TTIP noch verhandelt wird, ist CETA - das Abkommen zwischen der EU und Kanada - bereits ausgehandelt, aber noch nicht von den Instanzen der EU und den nationalen Parlamenten angenommen worden. „Ob TTIP, CETA oder andere Abkommen, das Schema ist immer gleich: Die EU droht, dass ohne diese Abkommen Europa dem wirtschaftlichen Untergang geweiht sei. Immer mehr Menschen erkennen jedoch, was tatsächlich auf dem Spiel steht: Unsere Standards nicht nur im Umwelt- und Verbraucherschutz, sondern auch bei der Daseinsvorsorge oder Kultur. Und wehren sich!“, erläutert Halletz
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