Streetfoodfestival 17.08.2019

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Eine kleine Rückschau auf das Streetfoodfestival in Bernau am Chiemsee am 17.08.2019
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Eingeladen hatte uns der Veranstalter Michael Gimple von Bamis Wok. Herzlichen Dank dafür. Wir sind gern gekommen, hatten zum Thema Landwirtschaft, Klima und Ernährung informiert und bekamen sehr viel Zuspruch. Unzählige interessante Gespräche führten wir mit den Besuchern. Und wir konnten auch zahlreiche Unterschriften zur Europäischen Bürgerinitiative gegen die tierquälerische Käfighaltung "End The Cage Age" sammeln. Es herrschte eine entspannte Atmosphäre auf dem Gelände direkt am See.

Eine kleine Brise Nachhaltigkeit wehte über das Gelände...
Es wurde offensichtlich auf Plastikverpackung verzichtet und Abfall wurde ordentlich getrennt. Es gab auch eine Handvoll Anbieter, die neben Fleischgerichten auch vegane Alternativen anboten. Und teilweise wurde auch auf Regionalität geachtet.

Es gibt aber noch viel zu tun...
Der Veranstalter schreibt in seiner Ankündigung des Festivals: "Statt Jahrmarktatmosphäre soll ein Familienfest mit Augenmerk auf Genuss und Natur und hohem Anspruch auf die Präsentation des Essens entstehen." Ein kleiner Anfang zu mehr Nachhaltigkeit ist zwar sichtbar. Doch klar gekennzeichnete Bio-Angebote suchte man vergeblich. Und der Großteil der Angebot war wie wie sonst üblich immer noch sehr "fleischlastig". Und als wir auf der Bühne eine spontane kabarettistische Einlage mit kritischen Statements zum Fleischkonsum boten, wurden wir sehr schnell unterbrochen und konnten unsere Darbietung nicht zu Ende bringen. Nicht alle Aussteller waren über unsere Anwesenheit glücklich. Einige sahen schon unsere bloße Anwesenheit als Provokation und beschwerten sich beim Veranstalter. Wir würden als Greenpeace nicht hier her passen, so unsere Kritiker. Das sah der Veranstalter allerdings nicht so und bestärkte uns darin, zu bleiben. 

Denn Ernährung hat unmittelbaren Einfluss auf unsere Umwelt...
Es gibt viele Gründe, weniger Fleisch zu essen. Die Massentierhaltung ist mitverantwortlich für die größten Umweltprobleme unserer Zeit wie Klimawandel, Verlust von Wäldern, Schwund der Arten sowie Verschmutzung von Luft, Böden und Gewässern. Ein hoher Fleischkonsum verschärft zudem das Hungerproblem, denn in der industriellen Fleischerzeugung landen riesige Mengen wertvoller Nahrungspflanzen wie Getreide und Soja im Futtertrog.

Danke an den Veranstalter für den Mut zur Veränderung...
Veränderung braucht klare Worte und Mut. Manchmal braucht es auch ein sanftes Heranführen an teilweise unbequeme Wahrheiten. Dies ist dem Veranstalter durchaus gelungen. Wir bedanken uns beim Veranstalter, dass er diesen Weg beschritten hat und bestärken ihn, diesen Weg konsequent weiter zu gehen. Gern sind wir beim nächsten Streetfood-Festival wieder mit dabei.